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LOST IN THE LIVING

Lost in the Living

Lost in the Living / Robert Manson / 2016

Der Film beginnt damit, das Oisín seine Sachen in einem Hostel auspackt und einen Umschlag mit Geld von seinem Vater in der Tasche finder. Später, bei ihrem Konzert, scheint erstmal alles prima zu laufen – die Jungs sind gut drauf, das Publikum geht mit – als Oisín mitten auf der Bühne auf einmal ausflippt.

Die Wut auf seinen Vater, der die Familie verlassen hat, und der Schmerz über den Tod seiner Mutter überwältigen ihn und er stürzt sich allein ins Berliner Nachtleben. Als er die junge, hübsche Berlinerin Sabine kennenlernt und sie ihm Orte fernab der Party- und Touristen-Hotspots zeigt, scheint er bei ihr Halt zu finden. Doch Oisín lässt sich immer weiter treiben; sein Berlin-Trip wird zur Tour de Force. „Lost in the Living“ ist eine Hommage an den Sehnsuchtsort Berlin, in dem man sich wunderbar treiben lassen, aber auch schnell verlieren kann.

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/ / / / / / / 07-2018 / / / / / / /

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ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN

Überleben in Neukölln

Überleben in Neukölln / Rosa von Praunheim / 2017

Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt, die er mit seinem Freund aus Hollywood Jose Promis  geschrieben hat. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Der Film begleitet sie nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und dort auch auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach am Grab ihrer Mutter kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Sein 17 jähriger Sohn ist stolz auf ihn. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l‘Amour la Love veranstaltet die „Polymorphia“ Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Gerade hat sie ihre Magisterarbeit „Selbsthass und Emanzipation“ veröffentlicht. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Mein Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin - und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine  Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.

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/ / / / / / / 07-2018 / / / / / / /

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GARTEN DER STERNE

Garten der Sterne

Garten der Sterne / Pasquale Plastino & Stéphane Riethauser / 2016

Es war einmal ein alter Berliner Friedhof, wo die Brüder Grimm ihre ewige Ruhe gefunden haben. In diesem verzauberten Garten betreibt Ichgola Androgyn Deutschlands erstes Friedhofscafé. Ichgola (alias Bernd Boßmann, Mann/Frau Kabarettist, langjähriger schwuler und HIV/AIDS Aktivist) organisiert auch die Bestattungen jenseits von religiösen Zugehörigkeiten, mit Schwerpunkt totgeborene Babys. Denn auf diesem Friedhof gibt es eine besondere Gedenkstätte: den „Garten der Sternenkinder“. Ein wunderschönes Feld, wo Eltern einen Platz für ihr verlorenes Kind finden. Daneben ruhen die vielen Männer, die an AIDS gestorben sind und ein Stück Geschichte der Berliner schwulen Bewegung geschrieben haben. Im buntesten Friedhof Deutschlands wird das Leben mit seinen Rätseln und seinen Schönheiten wie nirgendwo anders zelebriert. Zwischen den Jahreszeiten erzählt uns die legendäre Zazie de Paris mit ihrer einzigartigen Stimme das Märchen der Brüder Grimm "Der Gevatter Tod".

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/ / / / / / / 07-2018 / / / / / / /

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CLASH

Clash

Clash / Mohamed Diab / 2016

Kairo im Sommer 2013. Nach der Revolution von 2011, den ersten freien Wahlen und dem anschließenden Militärputsch befindet sich Ägypten im Chaos. Muslimbrüder und Anhänger des Militärs liefern sich Strassengefechte, zwischen denen die Revolutionäre des Tahrir-Platzes aufgerieben werden. Der Film folgt einer Gruppe von Menschen, die in einem Transportfahrzeug der Polizei eingesperrt sind. Während sie die gewalttätigen Auseinandersetzungen außen hilflos mit ansehen müssen, prallen auch im Inneren des Fahrzeugs die unterschiedlichen politischen Ansichten und Emotionen der Menschen aufeinander. Anhänger der Muslimbrüder und des Militärs, desillusionierte Jugendliche und ganz normale Bürger liefern sich einen ideologischen und handfesten Schlagabtausch. In der klaustrophobischen Enge des Schauplatzes entfaltet Diab in seinem zweiten Langspielfilm nach „Kairo 678“ ein Panorama Ägyptens unter Hochspannung.

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/ / / / / / / 07-2018 / / / / / / /

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WATU WOTE - ALL OF US

Watu Wote -All of Us
Watu Wote - All of us / Julia Drache / 2017

Der Film erzählt die Geschichte aus der Perspektive einer jungen, allein reisenden Christin. Sie ist auf dem Weg in ihr Heimatdorf im Norden Kenias und fühlt sich als eine der wenigen Christen im Bus zuerst fremd unter den vielen Muslimen. Diese Gefühle, das Unbehagen, der Schrecken, die Panik und schließlich die Todesangst spiegeln sich in der Figur wider. Eine tief verschleierte Frau, die im Bus neben der Protagonistin sitzt, sowie zwei anfangs verdächtige Reisende entwickeln sich zu den wichtigsten und mutigsten Figuren des Films. Als islamistische Terroristen den Reisebus überfallen und die Insassen auffordern, sich aufzuteilen – Christen hier, Muslime dort – weigern sich die Fahrgäste jedoch. Ein Lehrer, selbst Muslim, der sich den Aggressoren entgegen stellt, wird angeschossen und stirbt später an seinen Verletzungen.

Regie:
Referenz:
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/ / / / / / / 06-2018 / / / / / / /

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BUNCH OF KUNST - SLEAFORD MODS

Bunch of Kunst - Sleaford Mods

Bunch of Kunst - Sleaford Mods / Christine Franz / 2017

"This documentary film is the perfect antidote to those sexy, racy, rock ‘n’ roll yawns most bands hide behind. We are indeed, A Bunch Of Kunst"
 
Jason Williamson, Sleaford Mods
“Young people are signing major record deals and they just sing about love. I’m a great believer of love. But for fuck’s sake, there’s a lot going on! Who wants to hear that if you are on £15 a week? And you turn the telly on and some fucker is spouting on about love“, says singer Jason Williamson. Thanks to their sweary rants about modern England, Nottingham duo Sleaford Mods have been called "The world's greatest rock 'n' roll band" by Iggy Pop and "the soundtrack to post-Brexit Britain" by the Guardian. Jason Williamson, a former chicken factory worker and father of two, his band mate, beatmaker Andrew Fearn, and their manager Steve Underwood, avant-garde bedroom label owner and former bus driver, have won over fans with their brutally honest lyrics and DIY ethos. Following them on their two-year journey from Sherwood to chart success, Christine Franz’s official documentary feature tells the story of three guys taking on the music business on their own terms.

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/ / / / / / / 06-2018 / / / / / / /

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SILENT WATERS - AYESHAS SCHWEIGEN

Silent Waters

Silent Waters - Ayeshas Schweigen / Sabiha Sumar / 2003

Als im Jahr 1979 über ganz Pakistan der Ausnahmezustand verhängt wird und islamistische Fundamentalisten im Dorf Station machen, wird auch das eingespielte Familienleben von Ayesha und ihrem Sohn Saleem gestört. Ayesha gibt seit dem Tod ihres Mannes jungen Mädchen Koranunterricht, aber eigentlich dreht sich ihre Leben um ihren 17-jährigen Sohn, der bis über beide Ohren in die intelligente Zubeida verliebt ist. Doch die Kompromisslosigkeit und Überzeugung der Islamisten imponieren ihm, er gerät zusehends unter ihren Einfluss. Dadurch wird die Beziehung zur Mutter aber auch zu seiner Freundin immer schwieriger. Als Sikh-Pilger aus Indien das Dorf besuchen, droht der seit der Teilung des indischen Subkontinents schwelende religiöse Konflikt erneut aufzubrechen. Ayesha verfolgt die Ereignisse mit wachsender Sorge und wird durch die Nachforschungen eines der Pilger nach seiner 1947 von den Moslems verschleppten Schwester schmerzhaft an ihre eigene Vergangenheit erinnert. Damals verlangten die Familien von ihren Töchtern, dass sie sich in den Brunnen stürzten um ihre Ehre zu retten. Ayesha widersetzte sich und wechselte sowohl Identität als auch Religion, um zu überleben.

Silent Waters ist seit vielen Jahren die erste internationale Spielfilmproduktion in Pakistan, mit Sabiha Sumar führt die erste Frau Spielfilmregie. Nach den zögerlichen Annäherungen der letzten Jahre von Pakistan und Indien im Kashmirkonflikt gibt dieser Film einen Einblick in die Hintergründe der Auseinandersetzung zwischen beiden Ländern.
 

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/ / / / / / / 05-2018 / / / / / / /

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ARLETTE - MUT IST EIN MUSKEL

Arlette - Mut ist ein Muskel

Arlette - Mut ist ein Muskel / Florian Hoffmann / 2015

Eine Reise nach Berlin soll die 15-jährige Arlette wieder gesund machen und wird unerwartet zu einer Reise aus der Kindheit ins Erwachsenenleben. Arlette stammt aus einem Dorf in der Zentralafrikanischen Republik und leidet seit sie fünf Jahre alt ist an einer schweren Schussverletzung, die nie richtig ausgeheilt ist. Ihr Knie soll durch eine Operation in der Berliner Charité behandelt werden.
Jahre zuvor hatte Heidi Specogna das weinende Mädchen in ihrem Film „Carte Blanche“ dabei gefilmt, wie ihre Wunde mit einem Kräutersud behandelt wurde. Der Anblick dieser medizinischen Notversorgung hatte einige FilmzuschauerInnen so berührt, dass sie Arlette spontan eine angemessene Behandlung ermöglichen wollten. Als der Regisseur – er hatte als Tonmann bei „Carte Blanche“ mitgearbeitet – Arlette fragt, ob sie bereit sei, sich operieren zu lassen, antwortet sie spontan: „Mut ist ein Muskel“. So beginnt die Reise.
Aus medizinischer Sicht ist die Operation nicht sehr kompliziert. Schon kurz danach ist Arlette erstmals seit langem schmerzfrei. Doch die Reise aus ihrem Dorf ins winterlicher Berlin, die Trennung von ihrer Familie, die Hightech-Behandlung, die vielen Ärzte und die fehlende Sprache – auch Französisch spricht Arlette nur rudimentär – sind große Herausforderungen. Arlette tanzt zu afrikanischer Popmusik aus dem Laptop. Sie ist selbstbewusst, neugierig auf den ersten Schnee und sie versteht sich gut mit einer Pflegerin, die sich besonders um sie kümmert. Aber sie ist auch traurig, ja wütend, wenn es wieder nicht gelingt, ihre Familie telefonisch übers Internet zu erreichen. Nach einer mehrwöchigen Reha-Behandlung ist Arlette geheilt. Sie könnte zurück. Doch nun entflammt in ihrer Heimat erneut der Krieg. Aus dem geplanten Kurzaufenthalt wird eine Reise ohne absehbares Ende. Arlette muss erwachsen werden und die Entscheidung über ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen.

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/ / / / / / / 04-2018 / / / / / / /

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SPECTERS OF FREEDOM - CINEMA AND DECOLONIZATION

Specters of Freedom

Specters of Freedom – Cinema and Decolonization
Die sechs Filme auf dieser DVD-Ausgabe zeigen exemplarisch, wie die Entkolonialisierung einer Welt, die von jahrhundertelanger, europäischer Hegemonie über weite Teile des globalen Südens geprägt ist, auch zu einer Sache des Kinos wurde. Wenngleich sich der Titel „Specters of Freedom“ auf die gespenstische und unbändige Natur aller Filme beziehen lässt, besonders wenn sie aus einem Archiv genommen und zu neuem Leben erweckt werden, so verweist er hier auch darauf, dass die koloniale Vergangenheit unsere Gegenwart weiterhin heimsucht. Die politische und poetische Verve dieser Filme – hier erstmalig auf DVD veröffentlicht – ist alles andere als überholt.


DVD 1:

MUEDA, MEMÓRIA E MASSACRE (Mueda, Memory and Massacre) Ruy Guerra, Mosambik 1979–80

ESTAS SÃO AS ARMAS (These Are the Weapons) Murilo Salles, Mosambik 1978

REASSEMBLAGE Trinh T. Minh-ha, USA 1982


DVD 2:
LA ZERDA ET LES CHANTS DE L’OUBLI (The Zerda and the Songs of Forgetting) Assia Djebar, Algerien 1982

DEIXEM-ME AO MENOS SUBIR ÀS PALMEIRAS (At Least Let Me Climb the Palm Trees) Joaquim Lopes Barbosa, Mosambik 1972

MONANGAMBEEE Sarah Maldoror, Algerien 1969

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/ / / / / / / 04-2018 / / / / / / /

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RÜCKENWIND VON VORN

Rückenwind von Vorn

Rückenwind von Vorn / Philipp Eichholtz / 2018

Ist Erwachsen werden einfach – und Erwachsen sein schwer? Die Berlinerin Charlie findet es verdammt schwer, die Erwartungen ihres Umfelds und ihre eigenen auseinander zu halten. Ihr Freund Marco möchte ein Kind, und ihr Kollege Gerry mutmaßt ganz ungefragt: „Fünf Jahre zusammen? Na, da seid ihr doch bestimmt bald zu dritt…?“ Doch Charlie ist sich überhaupt nicht sicher: Ist das schön, ein Kind zu haben, oder verschwindet sie selbst dabei mit ihren Bedürfnissen? Charlie wird in ihrem Beruf als Lehrerin ganz schön gefordert und so richtig gut läuft es mit Marco gerade nicht. Dabei war am Anfang alles so wunderbar leicht und spontan. Sie hätte gern wieder etwas von der Aufregung von früher, als sie bis in den Morgen tanzen ging. Anderen fällt das leichter: Gerry kauft sich einen Wohnwagen und will sich Richtung Balkan treiben lassen, ihre beste Freundin bricht mit dem Rucksack nach Asien auf. Und dann wird auch noch Charlies geliebte, lebenslustige Oma krank. Ist es so, das Erwachsen sein?

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/ / / / / / / 03-2018 / / / / / / /

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