MOLOCH TROPICAL

U3000MOLOCH TROPICAL
Raoul Peck, HAI/F 2009, 107 min

"Peck steckt die schärfste Kritik an der totalen Macht in das eleganteste Kammerspiel. Ein meisterhafter Film.“ Toronto International Film Festival / 2009

In einer Festung, die auf dem Berggipfel in Haiti thront, bereitet sich ein demokratisch gewählter Präsident im Kreis seiner engsten Mitarbeiter auf einen Staatsakt zum Unabhängigkeitstag vor. Honoratioren, Würdenträger und zahlreiche ausländische Staatsgäste werden zu den Feierlichkeiten erwartet. Doch als der Festtag gekommen ist, findet der Präsident sein Land im Aufruhr vor. Über Nacht ist eine Rebellion ausgebrochen, die den ganzen Staat erfasst hat. Doch nichts soll den Präsidenten von seinem Vorhaben abhalten.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 20-05-2016

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MORD IN PACOT

U3000MORD IN PACOT + TÖDLICHE HILFE
Raoul Peck, HAI/F/N 2015, 130 min

"Pecks Film geht den fundamentalen Fragen nach Verantwortung und Gerechtigkeit auf den Grund, die sich der haitianischen Gesellschaft seit der Überwindung der Diktatur stellen. Fesselnd, komplex - eine wahrhafte Tour de Force!" (TIFF 2014)

Nachdem Raoul Peck das Erdbeben, das Port-au-Prince im Januar 2010 erschütterte, in seinem Film "Tödliche Hilfe" dokumentarisch bearbeitet hatte, stellt er in seinem Spielfilm "Mord in Pacot" ein bourgeoises Paar in den Mittelpunkt.

Das Erdbeben in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, im Januar 2010, hat weite Teile der Stadt in ein Trümmerfeld verwandelt. Auch die Villa eines im Nobelviertel Pacot lebenden Ehepaares ist zerstört. In der Ruine versuchen sie ihren Alltag neu zu organisieren und vermieten den verschonten Teil des Hauses an Alex, einen europäischen NGO-Katastrophenhelfer. Als seine junge haitianische Geliebte Andrémise einzieht, spitzt sich die Situation zwischen den beiden ungleichen Paaren drastisch zu.

DOPPEL-DVD: Raoul Pecks Dokumentarfilm TÖDLICHE HILFE (HAI/F/USA/B 2013, 100 min) ist auf der DVD enthalten:

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben Haiti. 250.000 Menschen verloren ihr Leben, mehr als eine Million waren obdachlos. Die Weltgemeinschaft reagierte schnell. Die humanitäre Hilfe begann sofort anzulaufen. Dutzende Staaten, zahlreiche internationale Organisationen und tausende Nichtregierungsorganisationen versprachen Hilfe und Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes. Schon im März 2010 wurden auf einer Internationalen Geberkonferenz 11 Milliarden US $ an Hilfszahlungen zugesagt.
Hoffnungen der Haitianer waren groß. Durch die Hilfszusagen aus aller Welt wurde auch die Erwartung geweckt, Haiti nicht nur wieder aufzubauen, sondern die Katastrophe als Chance für eine „Rekonstruktion Haitis“ zu nutzen, indem die Administration des ‚schwachen Staates‘ verbessert.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 20-05-2016

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FRONTALWATTE

FRONTALWATTEFRONTALWATTE  Jakob Lass, D 2011, 78 min

Kinostart: Juli 2016

FRONTALWATTE ist wie gegen eine Wand rennen und weich fallen. Franz, Adrian und Anastasia stolpern durch eine Welt ohne Konsequenzen. Sie vertreiben sich die Zeit mit Wohnungsbesichtungen, Kiefer-OPs, Inzest und Poetry Slams. Ihre Suche nach Identität verkommt zur Suche nach der passenden Rolle.

 

DCP-Produktion / daredo / darling berlin  / 02-05-2016

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HEAVEN KNOWS WHAT

HEAVEN KNOWS WHATHEAVEN KNOWS WHAT  Ben & Josh Safdie, USA 2015, 97 min

Kinostart: 05.05.2016

Die Beziehung zwischen Harley (Arielle Holmes) und Ilya (Caleb Landry Jones) ist nicht minder toxisch als ihre gemeinsame Abhängigkeit vom Heroin. Ihre Gefühle füreinander reichen von manischer Liebe bis zu abgrundtiefem Hass. Eines Tages eskaliert die Situation, als Harley von Ilya aufgefordert wird, sich zum Beweis ihrer Liebe die Pulsadern aufzuschlitzen. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie landet Harley wieder auf die Straße zurück und sucht nach Ilya. Aber sie braucht auch dringend Stoff und so lässt sie sich auf eine Liaison mit dem Drogendealer Mike (Buddy Duress) ein. Ständig high, driftet die junge Frau durch ihren Alltag und besorgt sich durch kleine Diebstähle das Nötigste, um sich über Wasser zu halten. Und während sich die Spirale der Sucht immer schneller in Richtung Abgrund dreht, tritt auch Harleys zweite Droge, Ilya, immer wieder in ihr Leben. 

DCP-Produktion / mobile kino  / 06-01-2016

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WE WERE REBELS

WE WERE REBELSWE WERE REBELS  Katharina von Schroeder, Florian Schewe, D 2014, 93 min

Der Dokumentarfilm WIR WAREN REBELLEN erzählt die Geschichte von Agel, einem ehemaligen Kindersoldaten, der in den Südsudan zurückgekehrt ist, um sein Land mit aufzubauen. Der Film begleitet ihn über einen Zeitraum von zwei Jahren, von der Unabhängigkeit des Südsudan 2011 bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges im Dezember 2013.

Als Kapitän der Südsudanesischen Basketball-Nationalmannschaft führt er das Team des jüngsten Staates der Welt durch das erste Länderspiel. Spielgegner ist Uganda. Die Konflikte im Team sind denen der politischen Situation im Land nicht unähnlich.
Eine Verletzung zwingt ihn jedoch, das Basketballteam zu verlassen. Agel gründet eine NGO, die sauberes Trinkwasser in entlegene Regionen des Landes bringen soll. Auf seinen Reisen reflektiert er über sein Land, wie es war, wie es ist und wie es einmal sein soll. Als Kindersoldat musste Agel töten und verlor fast alle männlichen Verwandten aus seiner Familie. Später gelang ihm schließlich die Flucht über Kenia nach Australien. Er wurde Profibasketballer und kehrte als freier Mann in den Südsudan zurück.

Heute steht der jüngste Staat der Welt nur zwei Jahre nach Erlangen der Unabhängigkeit wieder am Abgrund. Mehr als eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht. Agel ist wieder Soldat geworden.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Perfect Shot Films  / 01-04-2016

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KEIN ZICKENFOX

Kein ZickenfoxKEIN ZICKENFOX  Dagmar Jäger & Kerstin Polte, D 2015, 69 min

Kinostart: 17.03.2016

Einmal pro Woche treffen in Berlin-Kreuzberg 66 Frauen zwischen Anfang 20 und Mitte 70, 21 verschiedene Instrumente und die unterschiedlichsten weiblichen Biografien und Lebensentwürfe aufeinander.
Ihr Ziel: gemeinsam musizieren. Jede der Frauen – ob Lebenskünstlerin, Polizistin, lesbische Mutter oder pensionierte Pfarrerin – kann sich mit ihrem Instrument ausleben. Entstanden ist ein Raum des Zuhörens, in dem Konfrontation, Beharren und Nachgeben erlaubt sind und irgendwann doch alles in Harmonie gebracht wird. Wenn dann aus synchronen Lungen geblasen wird, entsteht ein Rhythmus-Orkan, der selbst hartgesottene bayerische Humpta-ta-Fans mitreißt.
 Der Gewinner von bislang fünf Publikumspreisen zeigt, wie dieses außergewöhnliche Ensemble auch die Privatleben der Beteiligten bereichert und wie es 66 ganz „normale“ Frauen schaffen, etwas Großartiges gemeinsam auf die Bühne zu stellen. Inzwischen spielt sogar eine der Regisseurinnen mit!
Das Frauenblasorchester Berlin unter der Leitung von Astrid Graf musiziert inzwischen seit 2003. Es gab Auftritte in Bierzelten, Gärten und schließlich sogar in der Philharmonie Berlin, von Jazz über Pop zu Klassik, das Frauenblas-orchester ist neugierig und probiert alles mal aus, -Hauptsache die Freude an der Musik bleibt nicht auf der Strecke.

Mehr zum Film: http://www.darlingberlin.de/kein-zickenfox.html

DCP-Produktion / daredo / darling berlin  / 06-03-2016

CONTINUITY

CONTINUITYCONTINUITY  Omer Fast, D 2016, 85 min

Premiere: Forum Expanded 66. Berlinale, 2016

Continuity beginnt als herkömmliche, lineare Geschichte über die emotional aufgeladene Rückkehr eines Sohnes in die Heimat. Schnell jedoch kippt die Stimmung ins Unheimliche.
In einer kleinen Stadt in Deutschland lädt ein verheiratetes Paar mittleren Alters wiederholt junge Männer in ihr Haus ein, um ein undurchschaubares Ritual durchzuführen. Es bleibt unklar, ob die Eheleute einen tatsächlichen Verlust erlitten haben – vielleicht sollen ihre Besucher, die Ersatzsöhne, ihnen schlicht helfen, eine drohende Trennung abzuwenden.
Drei verschiedene Personifizierungen ihres verlorenen Sohns Daniel verbringen die Nacht im Einfamilienhaus. Jeder von ihnen verschwindet auf mysteriöse Weise. Bis wir sie am Ende wiedersehen, in einer Grube, weder tot noch lebendig, weder in Deutschland noch in Afghanistan.

DCP-Produktion / Filmgalerie 451  / 02-02-2016

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DAS FLOß!

Das Floß!DAS FLOß!  Julia C. Kaiser, D 2014, 86 min

Kinostart: 07.01.2016

Doch ihr Sandkastenfreund CHARLY hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht:
Ein Wochenende ‚Junggesellinnenabschied‘ zu fünft, auf einem Floß.
Dabei sind:
Ihr kleiner Bruder TOBI, ihr ‚neuer‘ bester Freund KEN und MOMO, der zukünftige Samenspender.
Das kann nicht gut gehen – ?!

Mehr zum Film: http://www.darlingberlin.de/das-floss.html

DCP-Produktion / daredo / darling berlin  / 06-01-2016

Projekt: 

U3000

U3000U3000
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2015)
Christoph Schlingensief, D 2000, 305 min

„Ich demontiere und rekapituliere, was an Splitterstücken da ist. Ich brauche kein Splitterstück zu finden, um es wieder fertig zu machen. Ich bin selber eines. Ich bin selber fertig.“ Christoph Schlingensief

Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief (1960 – 2010) über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. In der TV-Serie „U3000“ mutiert er zum verhassten Showmaster und blutrünstigen Exorzisten, der dem Fernsehen das Fernsehen austreibt.

In einer fahrenden Berliner U-Bahn werden bekannte TV-Formate parodiert – und marodiert. Ob Schlagerstars, Bands der MTV-Generation, AIDS-Kranke oder Sozialhilfeempfänger – in der„U3000“ sind sie nur noch Füllstoff für ein alles verschlingendes Medium und seinen Hohepriester Schlingensief.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 22-11-2015

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VIA INTOLLERANZA II

VIA INTOLLERANZA IIVIA INTOLLERANZA II
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2015)
Christoph Schlingensief, D 2010, 323 min

„Warum sollen wir eigentlich ständig Afrika helfen, wenn wir uns nicht einmal selbst helfen können? Wie kann sich der Eine-Welt-Gedanke durchsetzen, wenn wir Teile davonals Dritte Welt denunzieren?“ Christoph Schlingensief

Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief (1960 – 2010) über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. „Via Intolleranza II“ ist sein letztes Theaterstück mit Darstellern aus Burkina Faso, wo sein „Operndorf Afrika“ als Vermächtnis bis heute weiterlebt.

Die Figur Schlingensief preist sich auf offener Bühne als Gründer des „Operndorfs Afrika“ und diffamiert sich so als Kolonialist und Missionar, der die Armen Kultur lehren will. Der Rest ist afrikanisches Kulturprogramm und westliche Nabelschau auf dem Niveau einer Kaffeefahrt, die die Brieftaschen des Publikums öffnen soll. Mit „Via Intolleranza II“ vollzieht Schlingensief einen schmerzhaften Spagat zwischen Moral und Wirklichkeit.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 11-22-2015

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