DIE NACHTIGALL - DER GRAUSAME SOHN

Die Nachtigall - Der grausame Sohn / Rosa von Praunheim / 2021

Angeregt zu diesem Film wurde Rosa von Praunheim durch sein eigenes Hörspiel „Die Nachtigall“ von 1986. Damals improvisierte er zusammen mit dem Straßensänger Friedrich Steinhauer, der sich „die Nachtigall vom Ramersdorf“ nannte, und Luzi Kryn, die durch seinen Film DIE BETTWURST bekannt wurde. Das Thema fand der Regisseur durch einen Text in der New Yorker Zeitung, in dem davon berichtet wurde, dass ein Sohn seine Mutter über ein Jahr lang an einen Stuhl fesselte, um sich an ihr zu rächen. 

LUCHADORAS

Lichadoras / Paola Calvo, Patrick Jasim / 2021

Der Film ist ein intimes Porträt dreier mutiger Wrestlerinnen aus der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez – mit der höchsten Zahl von Gewalttaten an Frauen -, die trotz Machismo das Frauenbild in Mexiko neu definieren. Die passionierten Mexikanerinnern stehen für ein Frauenbild, das stark, laut und selbstbewusst ist. Sie sind Luchadoras, Wrestlerinnen im Mexikanischen Wrestling, dem Lucha Libre. 

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THE MOST BEAUTIFUL BOY IN THE WORLD

The Most Beautiful Boy in the World / Kristina Lindström, Kristian Petri / 2021

Nachdem Björn Andrésen mit 15 Jahren in Luchino Viscontis Film Tod in Venedig die Rolle des Tadzio erhalten hat, beginnt der italienische Regisseur kurz vor der Premiere von ihm als hübschester Junge der Welt zu sprechen. Diese Aussage über ihn soll sich wie ein Schatten über sein gesamtes weiteres Leben ausbreiten.

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YOU WILL DIE AT TWENTY

You Will Die at Twenty / Amjad Abu Alala / 2019

In einem Dorf zwischen dem Blauen und dem Weißen Nil wurde ein Kind geboren. Die Mutter Sakina bringt den neugeborenen Jungen zu einer Sufi-Zeremonie, wo er gesegnet werden soll. Zugegen ist auch ein tanzender Derwisch, der vor sich hinzählt, dann aber mit dem Wort „zwanzig“ auf den Lippen zu Boden fällt. Die Anwesenden deuten dieses letzte seiner Worte so, dass Muzamil, so der Name des Jungen, mit zwanzig sterben werde.

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PAISÀ

Paisà / Roberto Rossellini / 1946

Der Film spielt im deutsch-besetzten Italien kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Er zeigt die Befreiung des Landes durch alliierte Truppen (siehe dazu Landung auf Sizilien, Italienfeldzug) und gliedert sich in sechs Episoden von jeweils etwa zwanzig Minuten Länge. Die Reihenfolge der Episoden orientiert sich an der geographischen Lage ihrer Schauplätze von Süden nach Norden. Zwischen den einzelnen Abschnitten des Films sind authentische Wochenschau-Beiträge zum Vormarsch der US-Soldaten zu sehen.

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DIE MAFIA IST AUCH NICHT MEHR DAS, WAS SIE MAL WAR

Die Mafia ist auch nicht mehr das, was sie mal war / Franco Maresco / 2019

Ein bitter-satirischer Dokumentarfilm über Siziliens Verhältnis zur Mafia. 2017, 25 Jahre nach den Mafia-Morden an den Richtern Paolo Borsellino und Giovanni Falcone, untersucht der sizilianische Filmemacher Franco Maresco zusammen mit der Fotografin Laetizia Battaglia, die durch ihre Bilder der Mafia-Verbrechen bekannt geworden ist, wie in Palermo das Gedächtnis an die beiden Mafia-Jäger zelebriert wird.

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