MAROA

RAINMAROA  Solveig Hoogesteijn, Venezuela 2005, 93 min

Die elfjährige Maroa ist ein Kind der Straße. Sie lebt in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Ihre Großmutter Brígida verkauft auf dem Markt Lose und sagt die Zukunft voraus. Maroa bessert das Einkommen durch den Verkauf von Heiligenbildchen auf, wobei das Geschäft mit Pornoheften mehr bringt. Telenovelas, Rap-Musik und gelegentliche Diebstähle prägen Maroas Leben. Lesen hat sie nicht gelernt, sehr wohl aber, sich in ihrer rauen Umwelt zu wehren. Es ist nichts Besonderes, dass sie in der Tiefgarage Schmiere steht, während ihr Freund ein Auto aufbricht, ungewöhnlicher schon, dass sie hier Joaquín Klarinette spielen hört. Für Maroa ist diese kurze Begegnung mit der Musik Mozarts ein magisches Erlebnis.
Als ein Überfall ihres Freundes Carlos schief geht, landet Maroa in einem Heim. Hier trifft sie wieder auf Joaquín. Er unterrichtet hier Musik und nimmt Maroa in seine Orchesterklasse auf. Dank Ihrer Begabung und mit einer für sie ungewohnten Disziplin, macht sie rasch Fortschritte. Unterbrochen von herben Rückschlägen, wächst bei Maroa die Hoffnung auf eine Zukunft als Musikerin.
Inspiriert ist die fiktive Geschichte Maroas von der weltweit beispiellosen und von der UNESCO ausgezeichneten Jugendorchester-Bewegung in Venezuela. Initiiert von dem Komponisten José Antonio Abreu, bieten ca. 90 Musikschulen Kindern aus armen und sozial gefährdeten Familien eine kostenfreie musikalische Ausbildung.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / EZEF / 05-05-2015

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