Filmgalerie 451

RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE (EINIGE INTERVIEWS ZU PERSÖNLICHEN FRAGEN)

RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE (EINIGE INTERVIEWS ZU PERSÖNLICHEN FRAGEN)RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE

(EINIGE INTERVIEWS ZU PERSÖNLICHEN FRAGEN)
Lana Gogoberidse, GSSR  1978, 95 min

Sopiko geht ganz in ihrem Beruf auf. Als Journalistin interviewt sie unterschiedlichste Frauen zu ihren Lebensbedingungen und Wünschen. Dass ihr eigenes Glück und ihre Familie darunter leiden, bemerkt sie zu spät. Feinfühlig erzählt Lana Gogoberidse von der Verzahnung des Privaten und des Politischen, die sich auch in den Erinnerungen Sopikos an die Mutter fortsetzt, die, für das Kind unverständlich, im Gulag verschwand. Mit seinem Fokus auf den alltäglichen Kämpfen einer emanzipierten Frau und der Reflexion über weibliche Lebensentwürfe gilt RAMDENIME INTERWIU PIRAD SAKITCHEBSE als einer der ersten feministischen Filme der Sowjetunion.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451, arsenal Berlin / 02-03-2019

Projekt: 

YEARS OF CONSTRUCTION

YEARS OF CONSTRUCTIONYEARS OF CONSTRUCTION
Heinz Emigholz, D 2019, 93 min

Über den Film: YEARS OF CONSTRUCTION widmet sich dem Prozess der schrittweisen Entwicklung eines Museumsneubaus am zentralen Mannheimer Friedrichsplatz in den Jahren 2013 bis 2018. Er zeigt den renovierten Jugendstilbau von 1907 im Kontext mit einem Erweiterungsbau aus den 1980er Jahren, der zusammen mit einem darunterliegenden Nazibunker zu Beginn der Drehzeit abgerissen wird. Nach dem Abriss wird der Neubau des von gmp gestalteten Museums zum Hauptthema des Films, von der Aushebung der Baugrube bis zur Eröffnung der ersten Ausstellung, in den Wiederholungsschleifen einer begleitenden Betrachtung. Vorher und Nachher werden in dreiundneunzig Minuten zusammengerafft und vergleichbar gemacht, und verschwinden nicht in nebulösen Zeitfenstern.
YEARS OF CONSTRUCTION beginnt und endet mit Bildern der Stadt Mannheim, die auf dem Höhepunkt ihrer industriellen Entwicklung eines der ersten Bürgermuseen der europäischen Moderne gründete. Unter dem Motto „Kunst für alle“ entwickelte sich die Kunsthalle Mannheim am Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur zu einer Avantgarde-Institution in der Definition und Rezeption der Moderne, sondern zugleich auch zur Vorkämpferin für kulturelle Volksbildung. Über 100 Jahre später beobachtet Heinz Emigholz in seinem ersten Langzeitprojekt den Prozess ihrer materiellen und geistigen Transformation.
Fünf Baujahre lang begleitet seine Kamera die schrittweise Entwicklung am Friedrichsplatz: vom generalsanierten Jugendstilbau und der Abschiedsausstellung „Nur Skulptur!“ 2013 über den Abriss des Erweiterungsgebäudes der 1980er Jahre bis hin zum im Juni 2018 eröffneten Neubau. Dabei schweift der Blick des Regisseurs durch die Zwischenräume und Öffnungen der entstehenden Museumsarchitektur immer wieder in den Stadtraum aus. Emigholz‘ eigensinnige, konzentrierte Dokumentation zeigt die Kunsthalle als Erweiterung des urbanen Raums mit anderen Mitteln und nach eigenen Gesetzen: Das „Museum in Bewegung“ antwortet der Stadt mit Offenheit, Mehrdeutigkeit und Eigendynamik.

Architekt des Jugendstilbaus von 1907: Hermann Billing
Generalsanierung 2010–2013: Pitz & Hoh Architektur und Denkmalpflege GmbH
Architekten des Neubaus 2014–2017: gmp Architekten – von Gerkan, Marg und Partner

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 05-02-2019

Projekt: 
Referenz: 

HAVARIE

HAVARIEHAVARIE
Philip Scheffner, D 2016, 93 min

Am 14. September 2012 um 14:56 Uhr meldet das Kreuzfahrtschiff Adventure of the Seas der spanischen Seenotrettung auf diesen Koordinaten die Sichtung eines manövrierunfähigen Schlauchbootes mit 13 Personen an Bord.

In Sichtweite. 90 Minuten. Winken. Warten.

Der Funkverkehr zwischen dem Kreuzfahrtschiff, der Zentrale im Hafen von Cartagena, dem Seenotrettungskreuzer Salvamar Mimosa und dem Helikopter Helimer 211 strukturiert den akustischen Raum des Films. Aus Aufnahmen mit Touristen und Offizieren auf dem Cruise Liner, mit der Besatzung eines Containerschiffes, mit Harraga, les bruleurs - „die ihre Pässe verbrennen“, und ihren Familien werden die biografischen Fluchtlinien des dokumentarischen Materials in eine filmische Imagination hinein verlängert. Auf der Bildebene zieht sich der filmische Raum zu einer einzigen, ungeschnittenen Sequenz zusammen, die sich über die gesamte Laufzeit des Films wölbt. Es ist ein kurzer YouTube-Clip, der uns heute wie die Essenz, die Verdichtung der Situation auf dem Mittelmeer erscheint. In Einzelbildern wird das Schlauchboot mit 13 Gestalten an Bord zur Ikone der täglichen Nachrichtenbilder, wir sind gezwungen hinzusehen.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451, arsenal Berlin / 27-12-2018

Projekt: 

REVISION & AND-EK GHES...

REVISION & AND-EK GHES...REVISION & AND-EK GHES...
REVISION

Philip Scheffner, D 2012, 106 min

in Dokumentarfilm wird zur filmischen REVISION. Er rekonstruiert die Umstände, die 1992 zum Tod von Grigore Velcu und Eudache Calderar auf einem Feld nahe der deutsch-polnischen Grenze führten. Mit zunehmend beklemmender Dichte webt Scheffner ein Netz aus Landschaft und Erinnerung, Zeugenaussagen, Akten und Ermittlungen. In den Akten stehen die Namen und Adressen von Grigore Velcu und Eudache Calderar. Ihre Familien wussten nicht, dass jemals ein Prozess stattgefunden hat.

AND-EK GHES…

Philip Scheffner & Colorado Velcu, D 2016, 94 min

AND-EK GHES… ist die Fortsetzung einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen den Co-Regisseuren Philip Scheffner und Colorado Velcu. Sie begann mit dem Film REVISION (Berlinale, Forum 2012): Der Versuch, einen gemeinsamen filmischen Raum zwischen Protagonisten, Filmemacher und Publikum zu eröffnen, wird nun, drei Jahre später, erweitert. Die Kamera dupliziert sich, zu der des Filmemachers kommen eine, zwei, drei Kameras, die von Hand zu Hand wandern.

 

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451, arsenal Berlin / 27-12-2018

Projekt: 

NAOMIS REISE

NAOMIS REISENAOMIS REISE
Frieder Schlaich, D/Peru 2017, 92 min

Naomi, 20, lebt mit ihren kleineren Geschwistern in Peru ein einfaches Leben. Nur die große Schwester lebt das scheinbare Glück, verheiratet in Deutschland. Aber dann ist sie tot, ermordet von ihrem deutschen Ehemann. Naomi ist wie betäubt. Die Mutter nach Deutschland zu begleiten, ins Land der Tat, ist das Letzte, was sie sich vorstellen kann. Und dann tut sie es doch und nimmt als Nebenklägerin am Prozess in Berlin teil.
 

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451, EZEF / 09-12-2018

Projekt: 

DIESTE [URUGUAY]

DIESTE [URUGUAY]DIESTE [URUGUAY]
Heinz Emigholz, D 2017, 95 min

„Die Anmut, die wir von der Kunst fordern, ist wie eine Blüte aus Bemühen und Energie – das Gegenteil von Nachlässigkeit.“ ELADIO DIESTE

Über den Film: Eladio Diestes Innovationen und alternativen Bautechniken waren lange Zeit in ihrer Effizienz herkömmlichen Bauarten überlegen und erlaubten große Spannweiten in einer zuvor nie gesehenen Anmutung. Heute gilt er als herausragender Ingenieursbaukünstler. Seine Schriften zu Architektur und Konstruktion, seine Überlegungen zur Formgebung und zum Verhältnis von Architektur und Kunst weisen ihn als profunden Denker einer sozialen architektonischen Praxis aus.
Eine filmische Dokumentation von 29 Bauwerken des uruguayanischen Architekten und Schalenbaumeisters Eladio Dieste (1917-2000). Der Film wurde im November 2015 in Uruguay und Spanien gedreht. Als Prolog drei Bauwerke von Julio Vilamajó (1894-1948).

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 11-11-2018

Projekt: 
Referenz: 

STREETSCAPES [DIALOGUE]

STREETSCAPES [DIALOGUE]STREETSCAPES [DIALOGUE] 
Heinz Emigholz, D 2017, 132 min

Die Schalenbauten des uruguayanischen Baumeisters Eliado Dieste ähneln gigantischen Hirnschalen und geben dem Ort und dem Thema des Films einen Rahmen: Trauma und Architektur.
Über den Film: Es gibt Straßen, Pfade, Autobahnen, Gassen, Boulevards und Promenaden. Und es gibt Lebenswege, Kreuzungen und Sackgassen. Zwei Männer sitzen auf der schattigen Empore eines Backsteingebäudes irgendwo in Montevideo. Sie sind in einen Gesprächsmarathon vertieft, der den ganzen Film über nicht abreißt. Der jüngere der beiden ist Analytiker, der ältere Mann ist sein Analysand. Ihre Nationalitäten sind unklar, sie sprechen ein einfaches, international verständliches Englisch. Sie reden über eine Kindheit zwischen den Ruinen und den traumatisierten Menschen Deutschlands kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, übers Fliehen, über eine besessene Beschäftigung mit Architektur und über manisches Schreiben. Und sie sprechen über die Arbeit mit der Filmkamera, die für den jungen Analytiker ein technisches Instrument ist, für den alten Regisseur aber ein Rettungsanker. Ausgangspunkt des sechstägigen Marathons ist die psychische und physische Blockade, die ihn daran hindert, einen letzten großen Film zu beginnen, die Streetscapes Saga. Das Gespräch, das in einem langsamen Prozess die Blockade des Regisseurs auflöst, findet an wechselnden Orten in extremen Architekturen statt. Die Kamera, die die beiden porträtiert und zu den Architekturen in Beziehung setzt, wird zu einem dritten Partner. Immer wieder löst sie sich vom Ort des Geschehens und erkundet die Straßen und Nachbarschaften der Umgebung, bevor sie zu den beiden Protagonisten zurückkehrt. Die Schalenbauten des urugayanischen Baumeisters Eliado Dieste, in denen sie sich aufhalten, ähneln gigantischen Hirnschalen und geben so dem Ort und dem Thema des Projektes einen Rahmen, das sich im Laufe ihres Gespräches herausschält: Trauma und Architektur.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 11-11-2018

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BICKELS [SOCIALISM]

BICKELS [SOCIALISM]BICKELS [SOCIALISM]
Heinz Emigholz, D, ISR 2015-17, 92 min

„BICKELS [SOCIALISM] beschäftigt sich mit den Sedimenten des 20. Jahrhunderts. Die von Bickels entworfenen Gebäude verkörpern das Herz einer Idee, einer sozialen und kulturellen Wechselwirkung. In seiner Architektur materialisiert sich der Wille, Kultur zu erschaffen.“ (Galia Bar Or)

„BICKELS [SOCIALISM] ist ein starker Film, eine Art Hygiene für die Augen. Unser Blick verändert sich im Laufe des Films. Wir fangen an, Verschiedenheiten wahrzunehmen. Dann bemerken wir Ähnlichkeiten. Dann verlieren wir uns. Dann ermüden uns vermeintliche Wiederholungen. Und dann nehmen wir sogar die subtilsten Variationen wahr …“ (Benjamin Seroussi, Casa do Povo)

Über den Film: 22 Bauwerke des Kibbutz-Baumeisters Samuel Bickels gefilmt in Israel 2015. Als Prolog das Casa do Povo in São Paulo, als Appendix The Story of Vio Nova.

Die Dreharbeiten zum Film Bickels [Socialism] fanden vom 14. bis 28. Mai 2015 und am 2. Januar 2016 in Israel, und vom 30. Oktober bis 1. November 2016 in São Paulo statt.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 11-11-2018

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2+2=22 [THE ALPHABET]

2+2=22 [THE ALPHABET]2+2=22 [THE ALPHABET]
Heinz Emigholz, D 2013-17, 88 min

2+2=22 [THE ALPHABET] besteht aus drei Elementen: Aufnahmen der deutschen Band Kreidler (Thomas Klein, Alexander Paulick, Andreas Reihse, Detlef Weinrich) bei der Arbeit zu ihrem Album ABC in einem Studio in Tiflis, Georgien, 26 schnell durchgeblätterte Skizzenbücher von Emigholz, und dokumentarische Aufnahmen von Gebäuden und Straßen in Tiflis.
Gefilmt im Kartuli Pilmis Studia Tbilisi und in den Straßen von Tiflis, Georgien, im Oktober 2013
Notizhefte Nr. 222 a–z von Heinz Emigholz vom 30. Juli 2012 bis 23. Dezember 2013
Aufnahmen der Stücke Nino, Alphabet, Modul, Ceramic, Tornado und Mento von KREIDLER für ihr Album ABC [Toningenieur: Gvaji, Chor: Nino Gulbatashvili, Salome Makaridze, Ucha Pataridze und Beka Sebiskveradze, Mischung: KREIDLER mit Guy Sternberg in den LowSwing Studios Berlin, Assistenz: Florian von Keyserlingk, Mastering: Rashad Becker bei Dubplates & Mastering, ABC veröffentlicht von Bureau-b als CD und LP, Gefördert von Michael Dimitrov, Stephan Wackwitz, Goethe-Institut Tbilisi, Kulturamt Landeshauptstadt Düsseldorf und Initiative Musik]

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 11-11-2018

Projekt: 
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CHANCE 2000 – PARTEI DER LETZTEN CHANCE

KUNST UND GEMÜSE, A. HIPLERCHANCE 2000 – PARTEI DER LETZTEN CHANCE
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2018)
Christoph Schlingensief, D 1998, 374 min

Dokumentation über das legendäre Wahlkampf-Theaterprojekt von Christoph Schlingensief

„Ich fordere Sie auf: Wählen Sie sich selbst! Wir wissen wie das geht. Rufen Sie an, wir informieren Sie, und dann stehen Sie auf dem Wahlzettel!“ Christoph Schlingensief

Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief (1960–2010) über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. Eine Partei mit dem Namen „Chance 2000“ markiert das bis dahin größte und medienwirksamste Projekt Schlingensiefs und steigt in den Bundestagswahlkampf 1998 ein.

Deutschland, 1998. Anlässlich der Bundestagswahl veranstaltet Schlingensief in Berlin einen wortwörtlichen Wahlkampfzirkus, in dessen Rahmen die Partei „Chance2000“ gegründet wird. Was bis zum Wahltag folgt, ist ein Exkurs und eine Ekstase in politischer Bildung, eine Geschichte im Zeitraffer vom Leben und Überleben einer Partei, inkl. eines apokalyptischen Bades im Wolfgangsee.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 21-09-2018

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