CHANCE 2000 – PARTEI DER LETZTEN CHANCE

KUNST UND GEMÜSE, A. HIPLERCHANCE 2000 – PARTEI DER LETZTEN CHANCE
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2018)
Christoph Schlingensief, D 1998, 374 min

Dokumentation über das legendäre Wahlkampf-Theaterprojekt von Christoph Schlingensief

„Ich fordere Sie auf: Wählen Sie sich selbst! Wir wissen wie das geht. Rufen Sie an, wir informieren Sie, und dann stehen Sie auf dem Wahlzettel!“ Christoph Schlingensief

Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief (1960–2010) über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. Eine Partei mit dem Namen „Chance 2000“ markiert das bis dahin größte und medienwirksamste Projekt Schlingensiefs und steigt in den Bundestagswahlkampf 1998 ein.

Deutschland, 1998. Anlässlich der Bundestagswahl veranstaltet Schlingensief in Berlin einen wortwörtlichen Wahlkampfzirkus, in dessen Rahmen die Partei „Chance2000“ gegründet wird. Was bis zum Wahltag folgt, ist ein Exkurs und eine Ekstase in politischer Bildung, eine Geschichte im Zeitraffer vom Leben und Überleben einer Partei, inkl. eines apokalyptischen Bades im Wolfgangsee.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 21-09-2018

Projekt: 
Referenz: 

KUNST UND GEMÜSE, A. HIPLER

KUNST UND GEMÜSE, A. HIPLERKUNST UND GEMÜSE, A. HIPLER
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2018)
Christoph Schlingensief, D 2004, 283 min

„Wir müssen den Wir-Begriff weiterfassen als Richard Wagner. Arnold Schönbergs Musik rechnet nach Adorno endgültig mit dem fließenden, funktionellen Wagnerklang ab.“ Christoph Schlingensief

Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief (1960–2010) über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. „Kunst und Gemüse“ ist nach Schlingensiefs „Parsifal“ in Bayreuth der Versuch, sich angesichts seiner als traumatisch empfundenen Erlebnisse auf dem Grünen Hügel selbst zu therapieren.

Schlingensief überlässt die Live-Regie von „Kunst und Gemüse“ dem afrikanischen Künstler Hosea Dzingirai und der ALS-kranken Angela Jansen, die von einem Bett im Zuschauerraum per Sprachcomputer in den Abend eingreift. Auf der Bühne finden sich Wiedergänger der Kunstszene ein, die nach aller Wagnerdämmerung ein profanes Ziel teilen: pünktlich zum Geburtstag von Johannes Heesters zu kommen. Den Soundtrack liefert Arnold Schönbergs Zwölftonoper „Von heute auf morgen“.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 21-09-2018

Projekt: 
Referenz: 

EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR

EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIREINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR
(CHRISTOPH SCHLINGENSIEF - DVD EDITION 2018)
Christoph Schlingensief, D 2008, 370 min

„Anfang des Jahres bekam ich die Krebsdiagnose. Diese vergangenen sieben, acht Monate sind das Konkreteste und Härteste, was ich in dieser ganzen simulierten Weltansicht von Kunst, Theater und Oper je erlebt habe.“ Christoph Schlingensief
Mit seinen Theater- und Kunstaktionen, als Film- und Opernregisseur hat Christoph Schlingensief über zwei Dekaden den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland geprägt. In seinem Fluxus-Oratorium „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ widmet sich Schlingensief zum ersten Mal seiner im gleichen Jahr diagnostizierten Krebserkrankung.
Angst ist der Fels, auf dem Schlingensief seine Kirche baut. Darin forscht er, Messdiener a.D., nicht nur nach seinem Verhältnis zu Gott, sondern vor allem nach seinem Verhältnis zu sich selbst. So beginnt eine Reise ins Ich. Transzendenz und Transparenz auf Kollisionskurs: Der Kirchenraum ist dem seiner Heimatgemeinde Herz Jesu in Oberhausen nachempfunden. Er entwirft Bilder, Bekenntnisse und Litaneien, die dem Eindringling nachspüren und sich der Angst vor dem Tod annähern.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 21-09-2018

Projekt: 
Referenz: 

BREAKDOWN IN TOKYO

MANN IM SPAGATBREAKDOWN IN TOKYO, Zoltan Paul, 2018, 84 min  

Kinostart: August 2018

PEROPERO, die Prog-Rock Band aus Berlin, absolviert eine Tour durch japanische Live-Clubs. Der 60jährige Regisseur Lászlo Kovács, Vater des Gitarristen, begleitet diese Japantour mit einer kleinen Filmcrew, um einen Dokumentarfilm über die Erlebnisse der Band zu drehen. Mit von der Partie ist die Produzentin Emma, die seit 10 Jahren die Lebensgefährtin des Regisseurs ist. Als sich die junge Tourmanagerin Nahoko bereits beim Abholen der Crew vom Flughafen Hals über Kopf in Laszlo verliebt, ist das Projekt immens gefährdet.
Lászlo, der sich in einer Lebens- und Schaffenskrise befindet, fühlt sich wie beflügelt durch die Liebe von Nahoko – und die tolerante Emma würde ihm das kleine Abenteuer sogar gönnen, wenn er sie nicht bloßstellt und den Film und seine Gesundheit nicht gefährdet. Aber natürlich schlägt er über alle Stränge. Schließlich hat Emma die Nase voll von seiner Rücksichtslosigkeit und verlangt das sofortige Ende der Affäre. Schweren Herzens bricht Lászlo mit Nahoko. Er hat aber nicht mit ihren Rachegefühlen gerechnet. Sie sabotiert von nun an die Produktion und provoziert, wo sie nur kann. Als Laszlo sie schließlich zur Rede stellt, rastet sie aus und verschwindet ausgerechnet mit dem Laptop von Emma, auf dem alle Produktionsdaten, Hotelbuchungen, Flüge und Züge gespeichert sind. Lászlo muss Nahoko also um jeden Preis finden und zurückholen…

Mehr zum Film: www.darlingberlin.de/breakdown-in-tokyo.html

DCP- & BD-Produktion / daredo, Darling Berlin  / 01-08-2018

 

Regie: 

CLASH

CLASHCLASH, Mohamed Diab, ÄG, D, F 2016, 95 min

Kairo im Sommer 2013. Nach der Revolution von 2011, den ersten freien Wahlen und dem anschließenden Militärputsch befindet sich Ägypten im Chaos. Muslimbrüder und Anhänger des Militärs liefern sich Strassengefechte, zwischen denen die Revolutionäre des Tahrir-Platzes aufgerieben werden. Der Film folgt einer Gruppe von Menschen, die in einem Transportfahrzeug der Polizei eingesperrt sind. Während sie die gewalttätigen Auseinandersetzungen außen hilflos mit ansehen müssen, prallen auch im Inneren des Fahrzeugs die unterschiedlichen politischen Ansichten und Emotionen der Menschen aufeinander. Anhänger der Muslimbrüder und des Militärs, desillusionierte Jugendliche und ganz normale Bürger liefern sich einen ideologischen und handfesten Schlagabtausch. In der klaustrophobischen Enge des Schauplatzes entfaltet Diab in seinem zweiten Langspielfilm nach „Kairo 678“ ein Panorama Ägyptens unter Hochspannung.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / missingFILMs / 12-07-2018

Projekt: 
Regie: 
Referenz: 

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN

ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLNÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN

Rosa von Praunheim, D 2017, 82 min

Das Zentrum des Films ist Stefan Stricker, der sich Juwelia nennt und seit vielen Jahren eine Galerie in der Sanderstraße in Berlin Neukölln betreibt. Hier lädt er an jedem Wochenende Gäste ein, denen er schamlos aus seinem Leben erzählt und poetische Lieder singt, die er mit seinem Freund aus Hollywood Jose Promis  geschrieben hat. Juwelia war ihr Leben lang arm und sexy, hat stets um Anerkennung gekämpft, sie aber nur teilweise bekommen. Der Film begleitet sie nach New York, wo sie zum ersten Mal eine Ausstellung hat und dort auch auftritt. In ihrer hessischen Heimatstadt Korbach am Grab ihrer Mutter kommen Juwelia die Tränen. Ihre Mutter hat sich mit 82 Jahren das Leben genommen und die weibliche Seite ihres Sohnes nie akzeptiert. Juwelia ist Clown, Philosoph und Überlebenskünstler und immer noch ein Geheimtipp. Neben Juwelia treffen wir die 89 jährige Frau Richter, die im Alter von 50 Jahren nach Neukölln zog, um hier mit einer Frau glücklich zu werden. Wir treffen den androgynen kubanischen Sänger und Tänzer Joaquin la Habana, der mit seinem Mann zusammenlebt. Sein 17 jähriger Sohn ist stolz auf ihn. Wir treffen Mischa Badasyan aus Russland, einen Performancekünstler, der es sich zur Pflicht machte, ein Jahr lang jeden Tag mit einem anderen Mann Sex zu haben. Und wir begegnen der syrischen Sängerin Enana, die nach ihrer dramatischen Flucht nach Berlin hofft, ein freieres Leben führen zu können, als Frau und als Lesbe. Patsy l‘Amour la Love veranstaltet die „Polymorphia“ Party- und Diskussionsreihe und bezeichnet sich selbst als Polittunte. Gerade hat sie ihre Magisterarbeit „Selbsthass und Emanzipation“ veröffentlicht. Neukölln war immer ein armer, proletarischer Bezirk mit viel Kriminalität. Vor zehn Jahren kamen wegen der billigen Mieten die Künstler. Seit fünf Jahren entwickelt sich Neukölln zum Hipster-Bezirk und Mekka für Spekulanten. Mein Film ist ein Zeugnis des zurzeit spannendsten Teils von Berlin - und zugleich ein Zeugnis eines Bezirks, der bald seine  Künstler, die sich die Mieten nicht mehr leisten können, vertreiben wird.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / missingFILMs / 12-07-2018

Projekt: 
Referenz: 

GARTEN DER STERNE

GARTEN DER STERNEGARTEN DER STERNE

Pasquale Plastino & Stéphane Riethauser, D 2016, 61 min

Es war einmal ein alter Berliner Friedhof, wo die Brüder Grimm ihre ewige Ruhe gefunden haben. In diesem verzauberten Garten betreibt Ichgola Androgyn Deutschlands erstes Friedhofscafé. Ichgola (alias Bernd Boßmann, Mann/Frau Kabarettist, langjähriger schwuler und HIV/AIDS Aktivist) organisiert auch die Bestattungen jenseits von religiösen Zugehörigkeiten, mit Schwerpunkt totgeborene Babys. Denn auf diesem Friedhof gibt es eine besondere Gedenkstätte: den „Garten der Sternenkinder“. Ein wunderschönes Feld, wo Eltern einen Platz für ihr verlorenes Kind finden. Daneben ruhen die vielen Männer, die an AIDS gestorben sind und ein Stück Geschichte der Berliner schwulen Bewegung geschrieben haben. Im buntesten Friedhof Deutschlands wird das Leben mit seinen Rätseln und seinen Schönheiten wie nirgendwo anders zelebriert. Zwischen den Jahreszeiten erzählt uns die legendäre Zazie de Paris mit ihrer einzigartigen Stimme das Märchen der Brüder Grimm "Der Gevatter Tod".

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / missingFILMs / 12-07-2018

Projekt: 
Referenz: 

DER LANGE SOMMER DER THEORIE

DER LANGE SOMMER DER THEORIEDER LANGE SOMMER DER THEORIE
Irene von Alberti, D 2017, 81 min

“Was tun?” fragen drei junge Frauen, die zwischen Selbstoptimierung und prekärer Arbeit in Berlin in einer WG leben, die ihnen gekündigt wird. Während Schauspielerin Katja andere Frauenrollen vor der Kamera und Noise-Punk-Sängerin Martina eine Revolte fordern, sucht die Filmemacherin Nola Antworten auf die Frage, ob Theorie auch heute noch in politische Praxis übertragen werden kann. Dafür trifft sie Soziolog*innen, Historiker*innen, Kulturschaffende und Theoretiker*innen. Irene von Alberti inszeniert ein fröhliches Diskurstheater, das sich unbefangen in verschiedenen Filmgenres tummelt und Fragen an die heutige Wirklichkeit stellt.    

Mit Julia Zange, Katja Weilandt und Martina Schöne-Radunski!

Interviewpartner*innen in der Reihenfolge ihres Auftretens: Philipp Felsch, Rahel Jaeggi, Lilly Lent & Andrea Trumann, Carl Hegemann, Jutta Allmendinger, Boris Groys

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / Filmgalerie 451 / 01-06-2018

Projekt: 
Referenz: 

LOST IN THE LIVING

LOST IN THE LIVINGLOST IN THE LIVING, Robert Manson, 2016, 84 min  

Kinostart: Juni 2018

Der irische Musiker Oisín und seine Band kommen für ein paar Gigs nach Berlin. Sie sind gespannt auf die Stadt und ihr legendäres Nachtleben. Als sie ihre Sachen im Hostel auspacken, findet Oisín einen Umschlag mit Geld von seinem Vater in der Tasche. Später, bei ihrem Konzert, scheint erstmal alles prima zu laufen – die Jungs sind gut drauf, das Publikum geht mit – als Oisín mitten auf der Bühne auf einmal ausflippt.

Die Wut auf seinen Vater, der die Familie verlassen hat, und der Schmerz über den Tod seiner Mutter überwältigen ihn und er stürzt sich allein ins Berliner Nachtleben. Als er die junge, hübsche Berlinerin Sabine kennenlernt und sie ihm Orte fernab der Party- und Touristen-Hotspots zeigt, scheint er bei ihr Halt zu finden. Doch Oisín lässt sich immer weiter treiben; sein Berlin-Trip wird zur Tour de Force. „Lost in the Living“ ist eine Hommage an den Sehnsuchtsort Berlin, in dem man sich wunderbar treiben lassen, aber auch schnell verlieren kann.

Mehr zum Film: www.darlingberlin.de/lost-in-the-living.html

DCP-Versioning & BD-Produktion / daredo, Darling Berlin  / 30-05-2018

 

WATU WOTE - ALL OF US

WATU WOTEWATU WOTE - ALL OF US

Katja Benrath, D, Kenia 2017, 22 min

Die Christin Jua ist auf dem Weg in den Norden von Kenia, als der Bus wird von Terrorist ender islamischen al-Shabaab Milizen überfallen wird, die Christen töten wollen. Die überwiegend muslimischen Passagiere weigern sich, sie und andere Christen auszuliefern. Sie geben Jua als Muslima aus und verstricken die Terroristen in eine Diskussion über den Sinn ihres Angriffs. Bei dem Überfall wird ein Mann erschossen und ein Lehrer, der sich unter Lebensgefahr für Humanität einsetzt, schwer verletzt. Er stirbt später an den Folgen. Der Film ist eine Erinnerung
und Hommage an ein außergewöhnliches Beispiel von Zivilcourage und Humanität, das sich 2015 in Kenia ereignet hat.

Die Regisseurin Katja Benrath wurde für ihren Abschlussfilm an der Hamburg Media School 2017 mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet.

DVD: Menügestaltung, Authoring, Premastering / EZEF / 09-05-2018

Projekt: 
Referenz: 

Pages